Bücher und Worte

Er steht vor dem Bücherregal. Geht die Titel durch. Die meisten Bücher sind ungelesen, stammen aus einer Erbschaft. 'Seine' Bücher sind meist knochentrockene Schinken. Er war nie gut darin sich ein Buch auszusuchen. Er nimmt ein paar Bücher aus dem Regal, bildet einen 'vielleicht'-Stapel', reduziert ihn auf vier Werke. Der erste Schritt ist getan. Aber müssen nach dem ersten Schritt weitere folgen? Bei den Büchern ist es ihm relativ egal. Seine Gedanken gehen wieder in die jüngsten Erfahrungen um sich noch mehr in Gedanken zu vertiefen, nimmt er das Handy. Zum x-ten mal liest er die SMS und beginnt einen inneren Dialog. Verschiedene Argumentationen seiner- und ihrerseits, dann lächelt er und sagt zu sich: Hat doch keinen Sinn, bestimmt ist alles ganz anders. Sein Problem ist, dass er immer 'Verstehen' will aber das ist 'sein' Problem, 'Das' ist sein Problem. Vielleicht muss er verstehen, dass es gar nichts zu verstehen gibt. Oder alles ist ganz einfach und daher... . Immer tiefer denkt er sich in seinen Dialog ein ohne irgendeine zufriedenstellende Antwort, woher auch? Angst und Hilflosigkeit, Worte, die ohne Inhalt für ihn nicht mehr als Worte bleiben.

Die Bücher legt er auf den Schreibtisch, sieht gut aus. Ist zumindest ein Schritt.

Angeschnallt und mitgefreut

Ganz entspannt

Ich hatte ja geplant und meiner, von gejammere geplagten, Leserschaft versprochen, den Nachmittag samt Sonnenschein zu genießen. Dies schon aus Eigeninteresse und um das Augenmerk auf positive Dinge zu lenken. Geplant hatte ich lässiges 'Auf dem Balkon sitzen mit Kaffee und Zigarette'. Durch äußere Einflüsse kam es aber anders. 'Ein Nachmittag am Strand' wurde das spontane Motto. Kurzer Besuch im Kurhaus, dann an der Fischbude angedockt und Kibbeling gekauft, mit romantisch verklärtem Träumerblick aufs ablaufende Wasser ein wenig am Pegelhäuschen sitzen,durch die Antiquitätenläden flanieren und das mit Cola(!). Dabei Erinnerungen und alte Geschichten aufgefrischt. Und um dem Sahnehäubchen noch ne Cocktailkirsche aufzusetzen: Das alles in Begleitung. Ohne nachdenken, ohne Erwartungen, ohne Verpflichtungen.

DSC00013

DSC00010

DSC00012

Guter Nachmittag.

Gähn

Ich bin zu hause. Langeweile vor dem Tv. Morgen zum Glück frei.

Weltreise am Schreibtisch

Im Radio die Bundesligakonferenz, Kaffee im Becher und Fotos auf dem Schirm. Mit Tumblr kann man ja die Zeit echt vergeuden. Ich mag tolle Fotos oder Bilder von Dudovich oder Vettriano, schöne Menschen gibts zu sehen, tolles Design, klassische Mode. So verbringe ich den kurzen Nachmittag bis zur Schicht.

Unbetitelter Kotzanfall

Ich war nach der Schicht nicht mehr los, keine Lust. Nicht nur keine Lust sondern auch noch pissige Laune. Eigentlich beste Voraussetzung um sich zu betrinken aber was solls. Kommen auch wieder bessere Tage (wer's glaubt). Drüben werden grad die Brötchen angeliefert, die Bäckereifachverkäuferin ist schon seit ner halben Stunde im Laden. Ich ziehe etwas Musik in den Player und versuche mich hier abzulenken, Kopfhörer auf, volle Lautstärke, Gedanken übertönen, Gedanken sortieren. Im Thunderbird schlagen die Statusmeldungen ein: Keine Mail im Ordner 'Unbekannt', Keine Mail im Ordner 'Freunde und Bekannte', als ob ich das nicht längst wüsste. Welch Hohn. An allen Fronten Schweigen, wie friedlich. Werde nachher ein paar Bücher aus dem Regal ziehen und den Vorsatz fassen diese abwechselnd zu lesen, etwas Input für das unterforderte Hirn kann evtl nicht schaden.

Im Moment bin ich nicht in der Lage, meine Gedanken in sinnvolle Sätze zu fassen. Mir schwirren nur Teilsätze und Schlagworte durch den Kopf. Das ist ganz schön nervig, ich bin dann nicht in der Lage, mich auf etwas zu Konzentrieren geschweige denn zu schlafen. Denke, das wird das lesen erschweren aber ich werde mich dazu zwingen.

Ich spinne mir Ideen im Kopf zusammen, plane, träume. Dann verwerfe ich die Ideen wieder. Alles Unsinn und wozu soll es gut sein? Also lasse ich es, wie immer. Ich bin meine eigene Negation. Wenn ich das so aufschreibe, frage ich mich, ob ich nicht doch lieber hätte trinken sollen. Nicht um körperliches Verlangen zu stillen, eher um den Kopf zu betäuben.

Mir fehlen positive Ereignisse, etwas an dem ich mich hochziehen kann. Ich habe mal gesagt, ich bräuchte positive Menschen um mich herum. Grundsätzlich nicht falsch aber hey, seien wir mal ehrlich, ist das von Dauer? Ne! Ich müsste mir selber etwas positives schaffen aber das ist leichter gesagt als getan. Das ist jetzt keine depressive Phase oder bipolare Fuckstörung, kein Selbstmitleid oder sonst was. Ich bin ganz nüchtern, emotionslos. Ich bin sogar äußerst rational und kalt. (IDGAF) Vielleicht komme auch ich mal in der Realität an. Wie es das Schicksal so will, lerne ich dann grad immer Leute kennen, die, sagen wir mal speziell sind. Diesmal wiedermal einen Freizeitarzt, der irgendwie ne gute Quelle für Medis hat. Kann ja nicht schaden, solche Leute zu kennen.

Manchmal könnte ich alles verfluchen.

So, genug Müll geschrieben. Morgen, in ein paar Stunden, geht das Spiel in eine neue Runde.

Geschichten von Tod und Verwesung

Bruder weilt samt Familie derzeit in Triest, eigentlich hätte ich dabei sein sollen/wollen aber ich habe abgesagt. Er berichtet mir fast täglich via Mail über den Zustand des Hauses, der Verwandten. Alles in allem traurige Geschichten vom Niedergang. Das Haus verfällt zusehens und keiner fühlt sich in der Pflicht etwas zu unternehmen. Das Problem ist, wie so oft, eine ungeklärte Erbschaft. Und bevor man dem anderen etwas gönnt, blockiert man lieber alles. Wir als Enkel können nur zusehen, wie alles den Bach runtergeht. Ich weiß nicht, ob ich nochmal hinfahre, doch ich werd schon fahren aber nur aus Verpflichtung. Schade, dass Dinge immer von Leuten abhängen, die völlig kranke Anschauungen haben. Staub zu Staub.

Fürs Protokoll

Ich habe ne Stunde geschlafen und bin jetzt wieder wach. Habe nichts getrunken und auch nichts im Haus. Eine ganz langweilige Nacht, zum Glück gibts Musik und Fotoblogs. Völlig sinnfrei.

SchmusiMusi fürs Gschmusi

Ein gemütlicher, verregneter Nachmittag. Bisl SchmusiMusi und Pflichterfüllung. Mist ist nur, dass jedes 2. Video bei ytube gesperrt ist. Auch gut.

Hasse das Spiel, nicht die Spieler

Sie lernten sich in einer der Singlebörsen kennen. So eine, in der man sich als total tollen Menschen auf der Suche nach der großen Liebe präsentiert und hofft, dass am Ende wenigstens Sex dabei rausspringt. Sie war ein paar mal auf seinem Profil gewesen. Er hätte sie nie angesprochen. Ihr Matchingscore war gering und sie spielte in einer höheren Liga. Als ihre erste Mail eintraf, war er mehr als überrascht und obwohl er wusste, dass das nur ein Irrtum sein konnte war er aufgeregt. Sie fände sein Profil interessant, wolle ihn Kennenlernen. Er willigte ein, fand er sie doch wirklich interessant. Und was sollte ihm schon passieren? Sie stellte Regeln auf. 1.Du musst nichts über mich wissen. 2.Ich frage, du antwortest. 3.Keiner verliebt sich in den anderen. Seine Aufregung verflog so schnell, wie sie gekommen war aber er spielte mit. Er hatte Lust sich ihr zu öffnen, ihr Interesse schmeichelte ihm. Nicht fragen zu dürfen kam ihm entgegen. Er tat sich trotz seiner Neugier schwer damit jemanden auszufragen. Es entwickelten sich gute Gespräche, schnell wurden Treffen vereinbart. Sie verbrachten schöne Stunden miteinander, mit Gesprächen, prickelnder Erotik bis hin zu Sex. Kein stumpfes Pornogeficke. Nein, ihr Sex war von Vertrauen und Leidenschaft geprägt. Liebesspiel der gehobenen Klasse.

(-;--hier ist raum für ihr kopfkino--;-)

Noch immer wusste er nichts über sie. Nicht ihren Namen, ihr Alter geschweige denn ihr Handynummer oder ihre Adresse. Natürlich fragte er sich, wer sie war. Betrog sie ihren Ehemann mit ihm? War sie eine psychopathische Serienkillerin? Oder fand sie ihn einfach nur nett? Aus den Treffen konnte er keine Antwort ableiten da die Grenzen zwischen Rollenspiel und Realität völlig aufgehoben waren. Also zwang er sich, nicht darüber nachzudenken sondern die gemeinsame Zeit zu genießen. Er bildete sich manchmal ein, sie würde ihn sehr mögen.

Schon in der Sekunde, als er ihre Mail gelesen hatte, wusste er, dass er sie nie wieder sehen würde. Sie brauche eine Auszeit, müsse sich sortieren und wolle ein paar Tage verreisen. Er war schon zu lange in diesem Geschäft um die Botschaft misszuverstehen. Tage vergingen ohne eine Nachricht was ihn nur bestätigte. Wie schon oft zuvor wählte er die männlichste Form der Trauerbewältigung und soff sich in eine Stimmungsmische aus Selbstmitleid, Wut und abgefuckter Coolness.

Als er am Morgen auf sein Handy blickt, ist er schlagartig wieder verwirrt. Eine SMS von ihr. Abgesehen vom Inhalt fragte er sich, warum sie ihm eine SMS schrieb. Sie wagte sich aus einer Deckung und gab ihre Nummer Preis, was gegen die Regeln war. Er antwortete ihr und nach wenigen SMS verstummte der Kontakt wieder. In einer Art Kadavergehorsam war ihm klar, dass sie darauf vertraute, dass er ihr nicht schreiben würde. Und doch wunderte er sich über das Risiko, dass sie eingegangen war. Er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte. Abhaken? Abwarten? Er ärgerte sich, keine Fragen gestellt zu haben aber das waren nun mal die Spielregeln. Etwas wehmütig entschied er sich, einfach eine schöne Erinnerung zu bewahren und hey, Dosenbier gab es ja auch noch.

Mico

Harte Zeiten für Träumer

Aktuelle Beiträge

und - wie schmecken die...
und - wie schmecken die buletten?
bonanzaMARGOT - 13. Nov, 07:20
aws vpc interview questions
This is extremely great information for these blog!!...
yona345 - 20. Jun, 11:19
aws scenario based interview...
Nice blog has been shared by you. before i read this...
yona345 - 20. Jun, 11:15

Zahlenzählding

kostenloser Counter



Suche

 

Status

Online seit 5890 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 13. Nov, 07:20

Bisl SchmusiMusi
Dahergesagt
Er
Macken und Fehlfunktionen
Reisetagebuch
Reisetagebuch II
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren