Ich habe die Zukunft gesehen

Es ist Sommer. Es sind Schulferien. Gegenüber der Tanke ist ein Jugendzentrum. In der Tanke gibt es Alkohol und Zigaretten. Die Kombination dieser Faktoren garantiert mitunter Momente der....

Aus Gründen des Jugenschutzes sind wir Kassierer angehalten, die Ausweise unserer kleinen Goldstücke zu kontrollieren, was wir natürlich liebend gerne machen. Liegt uns das Wohl der Kinder doch am Herzen, sind ja schließlich unsere Zukunft. Nebenbei ist das eine der wenigen Gelegenheiten, eine Machtposition auszuspielen und einen auf Macker zu machen aber das nur am Rande.

Szene 1. Ein Jugendlicher betritt den Laden, greift ne Flasche Bier. Ich so: Moin, dann brauche ich bitte den Ausweis. Er so, mit angekotztem Blick: Oh man, sehe ich so jung aus? Ich gucke auf den Ausweis: Seit 3 Tagen ist unser kleiner Schatz 16. Ok.

Szene2. Ein weiblicher Mensch kommt rein. Typ: völlige Assi-Braut, dumm wie ein Stück Brot (Sorry Brot). Sie so: Eine Schachtel Tawa. Ich so: BlablaausweisBla. Sie: Wah?! Wieso?. Sie hat keinen und dampft ab. Nach ca 10 Minuten erscheint sie wieder. Eine Schachtel Tawa. Ich so: BlablaausweisBla. Sie hält mir einen völlig zerfledderten Ausweis den sie evtl aus dem Schredder gepuhlt hat unter die Nase. Ich weiß jetzt nicht woher der Geruch kam, vom Ausweis oder ihr. Aber pflichtbewusst kontrolliere ich den Ausweis. Ich so, etwas verwirrt: Äh, das ist nicht ihr Ausweis, das ist doch eine andere Person, dazu noch männlich. Sie so, selbstbewusst: Ja und? Ich so: Naja, ich brauche IHREN Ausweis. Sie so: Warum? Oh man, ich bin aber 24, sehe ich etwas nicht so aus? Ich denke, flehe, bete: Frag mich bitte nicht, wie du aussiehst. Gut, sie stampft wieder ab. Kurze Zeit später kommt ein Typ rein, Typ voll-assi, ständig auf Droge und Alkohol. Er so: Tawa, und die is 24. Ich so, leicht gereizt: Mir egal.

Man kann nicht behaupten, dass ich nicht für den Jugendschutz gekämpft hätte aber bei manchen warte ich auf den Tag an dem sie mit nem goldenen Schuss vom Bahnhofsklo gezogen werden. Zigaretten sind deren kleinstes Problem.

Just call my name and i'll be there in a hurry...

Es fühlt sich grad gut an. Das beschissene Leben fühlt sich grad an, als wäre es gar nicht beschissen. Alles Vieles passt gut, das Wetter, meine Stimmung, die Musik. Grad mit der Herzdame geträumt.

Der Kopf arbeitet auf hoher Drehzahl, verschiedene Dinge die mir zu denken geben, schuld daran sind Konversationen der vergangenen Nächte. Wenn man sich von außen betrachten lässt, stellt man sich manchmal selber in Frage. Sollten die Antworten nicht befriedigend sein werde ich allerdings bei meiner selbst verherrlichenden Selbsteinschätzung bleiben.

Ich habe so ne Schublade, evtl haben viele so eine. Eine in der verbotene Sachen sind. In meiner sind Medis. Mothers little helper, sozusagen. Es ist sehr lange her, dass ich ihre Hilfe in Anspruch genommen habe. Seit einiger Zeit reizen sie mich aber wieder. Sie berauschen nicht, sie pushen. Ein paar Blister, ein paar Tütchen mit unbekanntem Inhalt. Ich betrachte sie, lasse sie in der Handfläche rollen und lege sie wieder zurück, Schublade zu. Gut zu wissen, dass man könnte... . Gut zu wissen, dass Hilfe in der Nähe ist.

Ma eben ne halbe Stunde

Kaffee getrunken, mit der Cousine gesprochen, Möbel gerückt, Haare geschnitten und in Form gebracht, geduscht. Jetzt halbnackt auf das gemachte Bett legen, den sanften Luftzug genießen und einfach ne halbe Stunde liegen.

Presslufthammer Bernhard was here

Auch auf die Gefahr hin, dass es mir niemand glaubt: Mir gehts gut, richtig gut. Ich schaffe heute ein Paar Sachen, ich habe gute Laune. Man könnte sagen: Mir scheint die Sonne aus sämtlichen Körperöffnungen, (so hell, dass ich Nachts nicht schlafen kann). Ich habe was ich brauche, verdammt gute Musik, literweise Kaffee und Ideen. Eine HipHop-Combo von anno tobac, hat mal gesagt/gerappt/gehiphopt: Der Mensch ist erst zufrieden, wenn er weiß, was er nicht braucht. An einem solchen Tag weiß ich es. Bevor jetzt jemand denkt, das sei typisch bei bipolarität oder manischen Phasen, sage ich, man muss nicht aus jeder gottverdammten Stimmung und Laune ein Krankheitsbild ableiten. Und: lieber bipolar als... äh, was isn das Gegenteil davon? Eindimensional? Naja, ihr wisst, was ich sagen will.

So, ich muss noch ein Paar Mauern einreißen

Feierabend is

Feierabend. Langweilige Schicht gehabt aber was solls. Der Tag war gut, entspannt. Musik gehört und einfach geträumt, davon, wie das Leben sein könnte. Manchmal kann ich dieses Kopfkino richtig genießen und verfalle nicht in tiefe Depressionen. Ich vermisse gewisse Dinge, gute Gespräche, Liebe und so nen Quatsch aber irgendwie gewöhne ich mich daran und es wird mir egal. Wenns mir zu blöd wird, dreh ich halt noch nen Kopffilm. Dabei trinke ich grad keinen Alkohol, so sehr es mich auch reizt, komisch. Hätte gute Lust, mich mal wieder richtig abzufüllen zu entspannen.

Was solls, ich mach mir was zu Essen.

Mico

Harte Zeiten für Träumer

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