Sommernächte

Nen netten Abend verbracht, gegrillt. Ich bin nicht so der Grillfanatiker, ich rolle ne Anstandsbratwurst übern Rost und gut is. Hatte mir Nürnberger vom Metzger geholt während andere anscheinend ne ganze Landschlachterei geplündert hatten. Ich habe auch nie den Drang des Höhlenmenschen, meine Männlichkeit am Grill zu Beweisen, das sollen andere machen. Ich sitze lieber nach der eigentlichen Grillaktion noch am Feuer und gucke in die Flammen. Das war auch die entspannteste Phase am Abend und es wurde erfreulich wenig gesprochen. Habe, mir viel zu süßen, Weißwein getrunken. War alles ganz nett.

Jetzt knapp zwei Stunden unruhig im Bett gewälzt, zu warm, Kissen zu blöd, das übliche Sommernachtsproblem eben. Zappe mal wieder durch den Äther und suche irgendwas angenehmes. Von dem, viel zu süßen, Weißwein ist noch eine Flasche da.

Projekt Ricottacreme

Wie sage ich es, ohne als völliger Idiot dazustehen? Kaum möglich. Das Projekt Ricottacreme ist bis auf weiteres vertagt. Ich hatte alle (5!) Zutaten besorgt aber für eine perfekte Crema di Ricotta bedarf es eben auch die perfekte Köchin und diese bin ich, zumal männlich, anscheinend nicht auf gar keinen Fall.

Zumindest weiß ich jetzt, wie man Butter macht, is ja auch was Wert.

Zu Tisch

Bis vor ein paar Jahren, als Triest noch Triest war, gingen wir sehr regelmäßig in ein Lokal. Vater und Tochter hatten dieses Restaurant aufgebaut und es war bekannt für gute Küche und sehr gute Atmosphäre. Blabla... auf jeden Fall ein wunderbarer Laden. Einer meiner Lieblingspunkte war, dass es dort einen Tisch in einer kleinen Nische gab, an dem grad eine Person sitzen konnte. Ich habe mir immer gesagt: Da willste irgendwann mal sitzen, essen und Wein trinken. Das aber nur am Rande. Auf jeden Fall hat die Tochter die Küche geschmissen, da wir da Stammkunden waren kam sie am Ende der Abende oft zu uns an den Tisch und hat noch ein Glas getrunken. Diese Tochter, eine Göttin in der Küche und nebenbei auch noch wunderschön hat u.a. eine Crema di Ricotta gemacht, von der ich noch Jahre später rede und träume. Heute werde ich mir mal die Zutaten besorgen und mein Glück versuchen. Natürlich fehlen die wichtigsten Zutaten wie triestinisches Flair, Urlaubsstimmung und eine wunderschöne Köchin aber ich versuchs einfach mal. Für mich schon eine Herausforderung, da ich ja Eier aufschlagen, Dotter und Eiweiß trennen für eine handwerkliche Meisterleistung halte.

So, der Sternekoch geht jetzt einkaufen.

Abends werden die Müden munter

Zum langsamen Gewöhnen habe ich heute mal wieder ne Schicht Tanke eingelegt, schön wie immer. Jetzt sitze ich hier und trinke etwas Weißwein und hätte irgendwie noch Lust auf irgendwas dolles. Bisl viel verlangt in einer Donnerstagnacht, zumal meine Auswahl an Sozialkontakten für diese Zwecke sehr sehr überschaubar ist. Um solche Nächte in Zukunft besser gestalten zu können, habe ich eine umfangreiche Liste beim Online-Laden mit DVDs zusammengestellt, scheue mich allerdings noch, ein gefühltes Vermögen auszugeben. Vielleicht gehts nach nem Glas Wein etwas leichter von der Hand.

Schaumer mal, dann sehnmer scho.

Urlaubsgrüße

So freie Tage sind einfach toll. Ich habe vor ein paar Tagen mit einem leichten Sportprogramm angefangen, mal gucken wie lange ich das durchhalte. Im Idealfall baue ich es noch etwas aus aber mal abwarten, wie es sich in den Tagesablauf einbauen lässt, wenn wieder Alltag angesagt ist. Heute war ich in angenehmer Urlaubsstimmung, ich fühle mich fast als wäre ich irgendwo anders. Schön.

Jetzt ne Runde Mücken jagen und evtl ne DVD gucken. Und ein Bier werd ich trinken, is ja schließlich Urlaub.

Pause

So gern ich ja erwähne, was für ein hard working man ich bin, so sehr genieße ich es heute sagen zu können, dass ich das laziest kid in town bin. Seit Sonntag frei, nix aufm Zettel und einfach Zeit fürs Nichtstun. Klar, bisl was habe ich gemacht aber eben nur nach dem Lustprinzip und ohne Zwang oder Stress. Im wesentlichen folge ich meinen körperlichen Bedürfnissen. Schlafen wenn müde, Essen wenn hungrig usw. Ich könnt mich echt daran gewöhnen. Heute werde ich evtl mal das Haus verlassen, mit Bruder war ich ja, für meine Verhältnisse, viel unterwegs aber alleine grab ich mich ja nur allzugern und allzueinfach zu Hause ein. Für den Rest der Woche liegt nur noch Tanke an, weiß nicht mal genau wann und wie, ist mir auch schnurz.

Jetzt mal gucken, wie ich mir die Zeit vertreibe. Nen schönen Tach... .

Downhill

Ich verzweifle mal wieder an meiner Umwelt. Die Katastrophen im triestinischen Teil der Familie häufen sich bzw nehmen an Dramatik zu. Was mich verzweifeln lässt, ist die Tatsache, dass man einfach nichts dagegen machen kann. Jeder Rat, jede Lösung einfach alles wird abgeschmettert. Das liegt an der Sturheit meiner Verwandtschaft, absolute Ignoranz. Nosepol, ist ein geflügelter Begriff im triestiner Slang, heißt: Geht nicht/ kann man nicht machen. es ist eine dieser Antworten, die nie begründet werden, die einfach für sich die Erklärung darstellen. Bruder und ich sind uns einig, dass man traurigerweise nur zusehen kann, wie dort alles endgültig den Bach runter geht. Liegt mir wie Steine im Magen.

Um mich abzulenken, nutze ich die freien Tage, um hier etwas "Ordnung" zu schaffen, was wie immer in einer mittelschweren Depression mündet. Ich sammle einfach zu viel Zeug an. Alles schöne Dinge aber irgendwann erschlägt mich das Zeug einfach.

Gestern nen Kumpel besucht. Auch dort Endzeitstimmung aber zusammen konnten wir uns mit unserem Galgenhumor etwas erheitern. Geteiltes Leid usw... .

"Naja, kann man machen nix, muss man gucken zu." Wie mein russischer Kumpel Valeri zu sagen pflegt wenn er sein Dosenbier kauft.

Auch wenns bergab geht, gehts vorwärts.

Mico

Harte Zeiten für Träumer

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