Mir auch

Nach dem Schweiß kommt Herzblut

Die Woche ist überstanden. Bruder ist hier und wir haben ein paar Bier getrunken und mal wieder ein wenig geredet. Das erste mal seit Wochen, dass ich mit irgendjemandem ein halbwegs tiefgreifendes Gespräch führe, sonst beschränkt sich Kommunikation auf Floskeln und oberflächliches Geplänkel.

Na ansonsten bin ich einfach froh, dass die Woche vorbei ist. Gearbeitet wie ein Idiot, Tanke und Nebenjob. In sengender Hitze gebuckelt. Heute als Krönung 14Tonnen Betonschotter mit ner Ballerschippe verteilt. Bei jeden Schaufelhub klang in meinem Kopf nur: Du hast dein Leben versaut! Schaufel du Sau! So beschissen die Nebentätigkeit ist, so gibt sie mir doch ein kleines Stück Selbstwertgefühl oder Genugtuung. Ich bin nicht ganz so faul, wie einige meinen. Ich hatte euch fast geglaubt! Und ihr bekommt keinen Pfennig von der Kohle, denn die und nur die wollt ihr doch.

Ich bin fertig. Mit Jacke und Büx, wie man hier zu sagen pflegt. Schmerzen überall und im Kopf nur noch ein dumpfes dröhnen.

Heute an die Herzdame gedacht und festgestellt, dass ich drüber weg bin. Kein Herzgefühl mehr. Wieder ein Stück abgehakt, abgestorben. Gefühle sind des armen Mannes Kokain.

Gute Nacht, Marie.

Nachtprogramm

Ich hatte immer ein Radio an meinem Bett. Nachdem "fünf Freunde" Kassetten zeitweilig ihren Reiz verloren hatten, war das meine "Einschlafbegleitung". Manchmal, wenn ich nicht einschlafen wollte oder konnte, habe ich das Radio genommen, über den Brustkorb gehalten und bin die gesamte Senderskala durchgegangen. Im Zimmer war es ganz dunkel, nur die Skalenbeleuchtung hat ein wenig Licht gemacht und mein Gesicht angeleuchtet. Es war wie eine Art Reise, UKW als Reise durch relativ nahes Inland und wenn ich ganz weit weg wollte, schaltete ich den kleinen Schiebeschalter auf MW. Da gab es Sprachen, von denen ich kein Wort verstand, irgendwelche Osteuropäischen Sachen. Musik, die damals Skurril aber doch interessant klang. AFN und BFBS, deren Moderatoren so anders waren als die mir bekannten deutschen Leute. Sender, die nur irgendwelche Tonfolgen und Zahlenreihen sendeten. Was war ich glücklich, als ich "Onda verde" gefunden hatte und italienischen Sendungen lauschte. Alles in dieser Dunkelheit, die alles irgendwie abenteuerlich, geheimnisvoll, konspirativ wirken ließ. Als ich einen kleinen Weltempfänger bekommen hatte, war es in manchen Nächten mit der Nachtruhe vorbei, da kamen noch arabische Sender dazu und was weiß ich noch für Sachen. Radio ist schon toll, irgendwie.

Naja, hab nur grad dran denken müssen, is halt grad dunkel.

Verstört

Vor einiger Zeit trudelte hier eine Einladung zum Klassentreffen zum 20jährigen Jubiläum des Abis ein. Sie trudelte ein und trudelte direkt weiter in die Ablage "P". Mich würde höchstens reizen zu erfahren, was aus Anne geworden ist, dafür würde es sich evtl lohnen aber was solls. Passend dazu habe ich heute Nacht von irgendsoner Klassentreffen Konstellation geträumt. Aus allen Schuljahren waren irgendwelche Gesichter da. Auch eine andere Frau, die ich sehr mochte und es mir Leid tut, diese nicht geehelicht zu haben bzw zumindest den Kontakt gepflegt zu haben. Nach solchen Träumen wache ich morgens völlig verstört auf. Im Traum ist da ein gutes Gefühl, eines, dass ich im realen Leben gar nicht kenne.

Da hilft nur Kaffee, Musik und... , Kaffee und Musik reicht.

Partyalarm

Den freien Tag über von einer Ecke in die andere gehetzt, uncool aber zumindest ein paar Dinge erledigt. Am Nachmittag habe ich mich zum Bruder begeben und mich langsam wieder an eine Party herangetraut. Anlass war das Abschiedsfest der Drachengruppe im Kindergarten der Neffen. Singkreis am Anfang und Ende und dazwischen komische Gespräche mit Eltern. Die Themen gingen über die Einschulung bis zu Scharlach. Ich hatte leichte Schwierigkeiten meinen Sarkasmus und so manch ironischen Gedanken zu unterdrücken. Auf jeden Fall mal eine Erfahrung der 3. besonderen Art. Aber die kleinen waren ganz lustig.

Morgen habe ich frei. Ich freu mich.

Satz mit icks

Die erwartete und auch erwünschte Abkühlung blieb aus, ab Mittag habe ich in der Sonne gebraten und sogar Schweißbildung ließ sich nicht vermeiden. Der Abend in der Tanke war auch stressiger als erwünscht, es gibt tatsächlich Menschen, die hier Urlaub machen. Mit meinem freien Dienstag wirds och nüscht, wäre ja auch zu schön gewesen. Aber trotz aller widrigen Umstände gehts mir gut meine IDGAF Einstellung mündet in eine nahezu meditativen Gelassenheit.

Übrigens hat mir ein Kunde heute Gyros mit Metaxasauce gebracht, nur noch in den Backofen und fertig ist die Laube. Nett, gell?

Mico

Harte Zeiten für Träumer

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