Die Gedanken sind frei

Astreine freie Tage, schöne Hitze. Ich mag diese Hitze, wenn man nichts machen muss sondern nur den Tag überstehen muss. In Gedanken bin ich dann im Süden, am Meer. Jetzt hat ein kleiner Schauer etwas Abkühlung gebracht. Zeit wieder aus dem Kopfurlaub zu erwachen. Wenn ich alles so perfekt könnte, wie mich wegzudenken... . Werd mal Lotto spielen.

Gute Reise

Ich habe den freien Tag recht früh begonnen. Eigentlich viel zu früh für nen freien Tag aber ich habe in einem der "how to live a cool life" Blogs gelesen, dass man früh aufstehen soll und so tun soll, als wäre man im Urlaub. Gut, ist ne Möglichkeit. Ja, es ist schön grad bei solchem Wetter am Fenster zu sitzen und nen Kaffee zu trinken, dabei mit dem Kumpel telefoniert. Manchmal wünschte ich mir, das Fenster hätte Blick auf das Meer oder Berge oder ne Ballettschule. So gucke ich auf den Parkplatz eines Supermarktes, grade an Sonn-und Feiertagen nicht ganz so spannend. Aber auch so kann ich mich in eine Art Urlaubsstimmung verdenken und angereichert mit etwas Musik aus der Mp3-Sammlung reichen die Bilder im Kopf völlig aus. Und so pendle ich zwischen Schreibtisch und Fensterbank und genieße den Vormittag, schaue irgendwelche Seiten an und bastle mir Bilder und Geschichten im Kopf zusammen, investiere etwas Geld in Literatur, welche in einem halb transparenten Umschlag aus Japanpapier eingeschlagen ist. Ich reise von deutschen Großstädten in die Berge und von dort über den Atlantik. So genieße ich den Vormittag zwischen Fensterbank und Schreibtisch und verdaddle den Vormittag. Aber ohne diese Kopfreise wäre es nur ein Vormittag mit Blick auf nen leeren Parkplatz.

Mantra

Alles ist gut. Ich bin ruhig und ausgeglichen. Es gibt nichts, worüber ich mich aufregen müsste.

Wut im Bauch

Endlich Wochenende, morgen noch ne Schicht in der Tanke und dann tatsächlich zwei freie Tage. Dat tut auch Not, den heutigen Abend habe ich nur mit Mühe und Not überstanden. Die Schicht zog sich in die Länge, naja überstanden, das zählt. Zum Ende der Schicht noch eine wunderschöne Frau gesehen, was willste mehr. Münchner Kennzeichen natürlich aber egal.

Der Jeep treibt mich derweil zur Verzweiflung, selbst ein Werksattbesuch brachte nicht die erhoffte Besserung. Also heißt es morgen wieder schlau unter die Haube zu gucken und auf den Geistesblitz zu hoffen. Mit Ausdauer erreichte die Schnecke die Arche. Am anderen Wagen ist soweit alles ok, der Schweißer schweißt sehr gemütlich vor sich hin und so gehts da auch nur schleppend voran. Unterm Strich: Es läuft grad richtig gut.

Und sonst so? Nichts, ich habe die Schnauze grad so richtig voll. Mir gehts alles mögliche auf die Nerven.... Nein, es geht mir alles aufn Sack! Alles ist ätzend, sinnlos. Es fehlt irgendein positives Momentum, etwas, dass einem mal wieder richtig gut tut, einen begeistert. Etwas das mir zeigt, dass das ganze eigene Dasein nicht völlig für die Katz ist. Mal wieder etwas fühlen. Aber ich habe den Verdacht, daß ich noch ewig drauf warten werde. Aber man hofft ja doch bis zum letzten Moment auf irgendwas.

Genug geschimpft und mit dem Fuß aufgestampft. Ich gucke jetzt Dvd weiter...

Tankstellenbegegnungen

Manchmal begegnet man in der Tanke Menschen, das bringt so ein Job nunmal mit sich. Mit "Begegnungen" meine ich nicht die Kunden, die man immer sieht oder jene, die nur tanken-bezahlen-verschwinden. Manchmal kommt man mit jemandem ins Gespräch und bekommt einen kleinen Eindruck vom Leben einer anderen, fremden Person. Heute gab es mal wieder so eine Begegnung. Kurz nach 18:00 kam einer in den Laden, etwas abgerissener Look, schüchtern aber freundlich. Er habe ein Problem mit seinem Trolley, ob er nen Schraubenzieher (Schraubendreher!) bekommen könne. Da sich das Problem so nicht beheben ließ, habe ich ihm aus der Werkstatt noch ne Mutter geholt und konnte so das Problem einigermaßen lösen. Er fragte dann noch nach dem Weg und zog dann seines Weges. Gegen 22:00 kam er wieder in die Tanke, kaufte nen Saft und blickte sich im Laden um. Die Tankstellenpreise haben ihn aber wohl abgeschreckt. Als er dann nach dem Preis für nen Kaffee fragte, habe ich ihm, in einem Anfall von Nettigkeit, nen Kaffee spendiert. (Keine Angst, habe ich sogar bezahlt!). Der Kerl hat sich über diese Geste wie ein kleines Kind gefreut. Ich habe ihm dann noch das aussortierte Brot geschenkt, er hat sich echt gefreut. So kamen wir dann ins Gespräch, er erzählte, dass er seit 2007 auf der Wanderschaft sei usw usw. . War schon so ziemlich überall in Europa und hat von seinen Begegnungen erzählt. Er ist sehr christlich religiös, was mir persönlich immer etwas suspekt ist, da ich überhaupt nicht religiös bin aber nun gut. Solche Leute sind mir einerseits suspekt, andererseits beneide ich auch Menschen, die "Glauben" und daraus etwas ziehen können. Aber unterm Strich bevorzuge ich dann doch meine eigene Ungläubigkeit, das aber nur am Rande. Irgendwie hat mir seine Art aber gefallen, schwer wiederzugeben, er erzählte halt von schönen Momenten in der Natur aber auch von Menschen und Erfahrungen, die er so gemacht hat. In solchen Momenten kommt etwas Neugier auf, wie so ein Mensch wohl geworden ist, was er ist usw usw und für diese kleinen, seltenen Momente wird mir klar, dass es viele unterschiedliche Menschen gibt, die alle irgendeine Geschichte mit sich tragen. Und nur die allerwenigsten erfährt man. Schon Komisch manchmal. Naja, auf jeden Fall mal ein interessanter Abend. Jemandem ne Freude gemacht und vielleicht auch jemandem in seinem Glauben an etwas, an das ich nicht glaube, bestärkt. Ich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute auf seinem Weg, dem Matthias.

Manchmal bin ein ganz netter Kerl.

Mico

Harte Zeiten für Träumer

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