Krieg und Frieden

Zur Zeit ist in der Tanke die Hölle los. Ach was, eigentlich ist es mal wieder lächerlich. Die internationalen Anscheiß-Wochen sind mal wieder in vollem Gang. Auf Kindergartenniveau gehts in die nächste Runde. Meine Reaktion? Mmh, ich würde gewissen Personen gerne auch eins reinwürgen aber auf solche Spielchen habe ich so gar keine Lust. Ich genieße meinen Wissensvorsprung und denke mir meinen Teil, wenn mir ihre gespielte Freundlichkeit den Würgereiz ins unaushaltbare treibt. Meine Chance zur Vergeltung kommt auch irgendwann. Ich bin Nemesis.

Trotz dieser kleinen Nebenkriegsschauplätze bin ich unheimlich entspannt. Das Wochenende war recht angenehm. Erst der Ikeabesuch, am Abend etwas getrunken und den ganzen Sonntag ne Riesen Tour mit dem Jeep gemacht. Ich fühle mich irgendwie unantastbar.

...

ohne weitere worte

Breakfast at...

Heute ein Besuch des Ikeaeinkaufparadieses. Der Laden ist ja ein eigener Kosmos. Überall verliebte Paare, heile Familienidylle. Für Singles ist das mitunter eine harte Probe. Wenn ein Mann mit einer Frau dort einkauft, ist dies so etwas wie ein unausgesprochenes Eheversprechen mit dem Charakter einer Zwangsehe. Zumindest sollte jedem männlichen Single der Kalte Schweiß auf die Stirn treten, sollte er nicht ernsthafte Absichten bei der Dame haben. Nichts destotrotz habe ich mir das heute gegeben, es konnte aber auch nichts schiefgehen, hatte ich doch die bewundernswerte Herzdame an meiner Seite. Wir, nicht als Paar oder so etwas ähnliches, nein besser als das: Als Vertraute. Und es war ein sehr schöner Tag, erst Frühstück und dann ins Gefecht. Sie brauchte einige Basics für ihre neue Wohnung und mir macht sowas ja eh Spaß. Und ich glaube, wir waren ein gutes Team. Alles war entspannt und wir konnten uns zeitweise in sowas wie romantische Spinnereien vertiefen. So haben wir ein Paar Sachen für sie gekauft und ich habe mir Bettwäsche(!) gekauft.

Fazit: Ein Supersamstag. Und ich freue mich auf das nächste mal.

Und noch'n Gedanke

Wooah, eigentlich sollte ich schlafen. Um 08:00 muss ich wieder in der Tanke stehen aber was solls. Ein Gedanke, der mich schon seit längerem Beschäftigt ist folgender:

Oft lese ich den Spruch: be the person you want to meet oder be the person you want to fall in love with. Man soll sich selber mögen um gemocht zu werden. Klingt im ersten Moment logisch. Und natürlich sollte man sagen: Klar Mann, bin ich schon, ich bin so toll, da sollte sich jede(r) sofort in mich verlieben. Wir sollten uns alle in mich verlieben!

Bei zwei meiner Bekanntschaften waren relativ früh solche Sätze gefallen wie: Und dann triffst du auf mich. Ich bringe den Menschen Unglück. Was mich immer wieder etwas zur Selbstreflexion zwingt. Eine wichtige "Nebenfrage" ist dabei natürlich warum bin ich heißer, sexy Typ Single? Ich kann verstehen, dass ich Single bin. Mein Wesen ist nicht so einfach, ich kann kompliziert sein und es ist bestimmt nicht einfach mit mir zusammen zu sein. Mein Freiheitsdrang in puncto Beziehung oder meine Angst vor Fremdbestimmung machen es auch nicht einfacher. Und trotzdem wünsche ich mir (manchmal), dass sich jemand die Mühe machen würde, mich kennenzulernen (-> Ambivalenz?). Trotz meiner (selbst-)kritischen Ansicht, glaube ich, dass ich es Wert wäre kennengelernt zu werden.

Diese durchaus wirren Gedanken mache ich mir um mich zu verstehen aber auch, weil ich verstehen möchte, wie jemand solche Sätze über sich selber sagen kann.

Are you the person you want to meet?

( wenn ich das lese, denke ich: du hättest lieber schlafen sollen)

Erinnerungen, schöne

Da wir gerade bei "schönen Erinnerungen" und "schönen Momenten" sind, hier noch zwei kleine Geschichten. Die eine kenne ich nur aus der Erzählung meiner Nonna.

(das kommt jetzt aus der schnulzigen kitsch schublade aber so war es. ich spare mir jetzt auch es durch sarkastische nebensätze ins lächerliche ziehen zu wollen.)

Irgendwann, als wir in irgendeinem Sommer in Triest waren, ich muss ca fünf gewesen sein, habe ich im Garten eine Blume gepflückt. Nonna stand in der Küche und hat in großen Alutöpfen das RiesenFamilienMittag bereitet. Vom Garten aus kann man in die Küche, ich bin zu ihr und habe ihr diese Blume geschenkt. Sie hat sich bedankt usw aber die Küchenarbeit erforderte ihre volle Aufmerksamkeit. Für mich war das wohl kein größeres Drama. Als ich dann "erwachsen" wurde hat sie sich jedes Jahr und wohl in dem Bewusstsein des nahenden Endes immer wieder bei mir Entschuldigt, diese Blume von mir nicht mehr gewürdigt zu haben. Ich glaube, es tat ihr wirklich sehr leid.

Ein anderes Geschenk meinerseits an sie waren drei Kastanien. Diese trug sie seit diesem Moment immer in der kleinen Tasche ihrer Schürze. Und jedes mal wenn ich zu Besuch war, zeigte sie mir die drei Kastanien und strahlte. Sie betonte dabei immer, wie sehr sie sich freue und dass ich so immer "bei ihr sei".

Am Tag der Beerdigung, habe ich die drei Kastanien aus der Schürze genommen und ihr in die Tasche des Kleides gesteckt, welches sie für den Sarg gewählt hatte.

Mico

Harte Zeiten für Träumer

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