Endspurt

Der weihnachtliche Terror nähert sich langsam dem Höhepunkt. Die Menschen rennen immer hektischer umher, werden immer unfreundlicher. Kein Hauch von besinnlicher Stimmung. Die Kernschmelze steht kurz bevor. Und morgen wird schlagartig Ruhe auf den Straßen eintreten. Das ist die Zeit, die ich mag. Fühle ich mich sonst einsam, bzw empfinde ich dies als quälend, so fühle ich mich in diesen Stunden irgendwie frei. Habe keine Verpflichtungen.

Es ist, als säße ich in einem Gefängnis. 23Std Einschluss, 1Std Hofgang. Zu den Feiertagen verlassen die Schließer das Gefängnis, lassen alle Türen und Tore offen. Es ist absolute Stille im gesamten Trakt. Verwundert erhebe ich mich von meiner Pritsche, gehe zur Zellentür übertrete aber die Schwelle nicht. Schaue auf den endlosen Flur, links dann rechts. Keine Menschenseele da, ich bin frei. Ich gehe zurück auf meine Pritsche, die Arme hinterm Kopf verschränkt, blicke ich an die Decke. Die halbnackte Frau auf dem Poster sagt: Steh auf und renn weg. Niemand würde meine Flucht bemerken. Doch ich liege da und alles was ich höre ist Herzschlag.

Manchmal denke ich, daß mein Weihnachtsgefühl besinnlicher ist als von so manch andern.

Lächel doch mal

Komischerweise habe ich heute Abend/Nacht gute Laune. Ja, richtig gelesen. Und diese gute Laune kann ich nichtmal erklären. Sie ist weder auf SMS, Besuche oder gar Alkoholkonsum zurückzuführen. Macht mir selber fast Angst aber hey, ich nehm's einfach mal so hin. Vielleicht liegt es auch daran, daß ich mich im letzten Post etwas ausgekotzt habe, soll ja manchmal helfen. Habe heute, nach drei freien Tagen, die ich in sozialer Isolation verbracht habe, wieder gearbeitet. Und ebenso komischerweise lief gute bis interessante Musik im Radio, so läßt sich sogar der Stumpfjob fast ertragen. Komischerweise wundert man sich doch immer wieder, wie einfach es eigentlich ist, gute Laune zu bekommen. Vergißt man nur allzu oft, schade eigentlich.

Auch auf die Gefahr hin, daß mir jetzt jemand nen Vogel zeigt sage ich:

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Oh du fröhliche

Kennt ihr dieses Gefühl? Ein Druck, kurz unterm Brustbein. Als würde es einen zerreißen. Sprechen kaum möglich. So wie der berühmte Kloß im Hals. Eine Wut die in einem aufsteigt, die man aber trotz aller Anstrengung unterdrücken muß. Man ballt die Faust, atmet konzentriert um nicht schreien oder heulen zu müssen. Man atmet die Wut weg, wiedereinmal. Wie oft noch?

Oh Mann! Wie ich diese Weihnachtskacke hasse.

Filmtip der Nacht.

Die vergangene Nacht war ich ja mal wieder nicht unterwegs. Stattdessen auf meinem Sofa. Was dem Tvprogramm Freitag gefehlt hat, gabs dafür in dieser Nacht. Falling Down mit Michael Douglas, ein kleiner Mann dreht durch. Den Film habe ich schon öfter mal gesehen aber diesmal habe ich irgendwie mehr nen Gesellschaftskritischen Ansatz gesehen und diesen in Bezug zu den aktuellen Ereignissen und Strömungen gesetzt. Auf jeden Fall ein guter Film. MD sowieso. Danach gab's Früchte des Zorns, von 1940. Ebenso sozialkritisch. Diesen Film könnte man auch auf die heutige Zeit übertragen, ne Menge netter Textstellen, die einen nachdenklich stimmen.

Also, wer Gelegenheit und Interesse hat, sollte sich die beiden Filme antun.

Das isn' deal.

deal

Mico

Harte Zeiten für Träumer

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