Eine unangenehme Situation kann dadurch entstehen, wenn jemand nicht zwischen Kundenfreundlichkeit und normaler Freundlichkeit unterscheiden kann. In so einer Situation befinde ich mich derzeit. Eine Kundin meint seit ein paar Wochen mich anmachen zu müssen, nicht einmal, nicht nur flirten, nein sie will sich unbedingt mit mir treffen. Auf nen Kaffee, is klar; ich wohn ja auch aufm Baum! Jetzt stehe ich vor dem Problem, ihr irgendwie nett aber doch unmissverständlich zu sagen, dass ich kein interesse habe. Kein interesse an nem Date, ner netten Unterhaltung und auch nicht auf ihre Einladung mit ihr zu Baden! Wie stellt man sowas an? Natürlich könnte ich mich auch mit ihr treffen, wie das Endet weiß ich jetzt schon. Oder gehört das zu meiner Dienstleistungspflicht?
Warum interessieren sich eigentlich nur Frauen für mich, an denen ich wenig bis kein interesse habe? Die, die ich mag, schauen mich mit dem Arsch nicht an. Falsche Zielgruppendefinition? Ich werde mal ne Studie zu diesem Thema betreiben.
Wenn man Nachts nicht schlafen kann, ist das schon ätzend genug. Aber die größte Strafe ist das nächtliche Tv Programm. Frauenknast, Männerknast, ungeklärte Morde dutzende schwachsinniger Pseudodokus auf den Super Nachrichtensendern. Die Unterschichtensender sind auch eine Zumutung.
Seit einer halben Stunde donnert und grollt es, entfernt leuchten ein paar Blitze auf. Jetzt ist das Gewitter angekommen, dicke Tropfen erfrischen die Luft, dieser geile Geruch von Sommerregen steigt auf. Ich mag Gewitter, jetzt raus und im Regen spazieren.... Alleine nur halb so schön.
Ich behaupte nicht, dass ich die hellste Kerze auf der Torte bin aber doch, dass ich nicht die grösste Hohlfrucht in der Gegend bin. Aber es ist mal wieder ne Phase, in der ich merke, dass ich nichts verstehe.
Nina und ich sind Luft füreinander. Letzten Monat gratuliert sie mir zum Geburtstag. Dann wieder Luft.
Ebenso Lelli, Luft. Kommt sie aber in die Tanke, meint sie, wir müssten uns unterhalten als wären wir sonstwie dicke.
Ich muss aber auch nicht alles verstehen, wahrscheinlich gibts in dem Männer-Frauen-Ding auch nicht wirklich was zu verstehen aber man sinniert ja dann doch mal darüber.
Ich würd so gern verschwinden, einfach weg. Ähnlich wie der Kerl den Udo Jürgens besingt besang. Ohne Abschied. Aber dann fehlt halt doch irgendwas und man dreht noch ne Runde in der bekannten Tretmühle. Und wartet...
- Langweiliger Tankstellenabend, nichtssagende Leute, immer die selben Gestalten. Dann zum goldenen Schwan, mit Katastophen-Fmann und Doc D eine fatalistische Revue über die Sicht der Dinge gegeben, Kleinkunst bei Burger n' Coke.
Am Ende bleiben Burger, Coke und das Lachen im Halse stecken, ich lache um nicht heulen oder kotzen zu müssen. Herr Rossi kehrt von seiner Suche nach dem Glück wieder Heim.
-Erkenntnis der vergangenen Tage: Ich bin ein Ego-pusher; Sind sie unglücklich in ihrer Beziehung? Sind sie anders als andere und fühlen sich allein und missverstanden? Oder suchen sie nur ein romantisch-erotisches Abenteuer? Dann kontaktieren sie mich noch heute. Ich denke und fühle mich in sie hinein, ich verstehe sie, ich gebe ihnen Geborgenheit, Sicherheit und für einen Moment das Gefühl verstanden zu werden. Und das alles ohne Verpflichtung, ohne Mindestumsatz oder Vertragsbindung. Dieses Angebot ist nur begrenzt gültig, melden sie sich noch heute.
-Ich träume davon, mit dem Auto über die Autobahn zu fahren, Nachts,laute Musik. Am besten fand ich immer die Fahrt durch Österreich, tolle Musik und Sonnenaufgang in grandioser Landschaft. In diesen Momenten habe ich mir oft ausgemalt, meine Frau und mindestens ein Kind säßen mit im Auto, habe im Auto umhergeschaut und gegrinst. Nina wollte irgendwann mal den Leuchtturm in Triest hochsehen und in die Sonne blinzeln; glaube, das ist eine der schönsten, nie passierten, Erinnerungen die ich habe. Naja aber zumindest die Musik bleibt.
Oft werde ich schief angesehen, wenn ich sage, dass ich den Glauben an eine Beziehung verloren habe. Nicht, dass es nicht wollen würde aber ich habe dafür kein Händchen. So wie ich lebe, bin ich schwer vermittelbar; werde ich vermittelt, stellen beide recht schnell fest, wie schwer 2 eigenständige Leben zu Einem kombinierbar sind.
Wenn ich aufgrund meiner Erfahrungen sage, dass es keinen Sinn hat, dass WIR es überhaupt versuchen, wird dies natürlich vehemment abgelehnt: Man muss es versuchen; Man kann nicht alle über einen Kamm scheren; Ich bin nicht so, wie die anderen usw usw usw.
Klar, jedes Argument ist richtig. Klar kann man es immer wieder versuchen. Aber MUSS man es auch? Ich kenne den Film und auch das Ende schon, zu oft gesehen und immer war das Ende gleich. Und ich meine kein Hollywood-Happy-End oder gar ein 7.Welle-Ende.
Handlung: Man trifft sich, egal ob real oder virtuell, unterhält sich über alles mögliche. Stellt fest, wie gut man sich versteht, öffnet sich und versteht sich immer besser. Jeder macht sich so seine Gedanken, jeder überlegt, wie weit man zu gehen bereit ist, wartet ab, wie weit der andere geht. Für einen Moment glaubt man, man könne zusammen etwas besonderes sein. Und dann? Das ist der, meist romantische, Anfang. Dann stellt aber einer von beiden fest, dass es doch nicht so gut wäre usw. Und schwuppdiwupp ist die Sache erledigt. Je nach Laune, rennt man dem anderen noch ne Zeitlang hinterher aber unterm Strich bleibt Null. Weder möchte ich jemanden verletzen, noch möchte ich verletzt werden, also warum glaubt man mir nicht einfach, wenn ich sage:
ICH KENN DEN FILM SCHON; DER IST SCHEISSE!