Wenn ich so über mich, mein Leben und das GROSSE GANZE nachdenke, stelle ich fest, dass ich auf 99% der Themengebiete unzufrieden bin. Ob das gerechtfertigt ist, lasse ich mal dahingestellt. Wenn ich diese Gedanken äussere, bekomme ich als Antwort meist den Begriff "Selbstmitleid" zu hören. Mit diesem Begriff kann ich aber wenig anfangen. Was ist Selbstmitleid?. Also gegoogelt. Es gibt kaum eine Definition, was es wirklich ist. Mitleid mit sich selbst, klar. Jammern. Aber keine, mit der ich mich anfreunden kann. Ich sehe mein jammern nicht als Selbstmitleid, nein, mehr als eine Beschwerde. Ausserdem nimmt der Begriff Selbstmitleid dem Problem die Wichtigkeit. Die geäusserten Probleme werden nicht ernst genommen. Ein Totschlag-Argument.
Man kann natürlich auch sagen: Dann ändere etwas, wehr dich, machs Maul auf, hau mit der Faust aufn Tisch usw usw. Das wäre wohl auch richtig aber was ist, wenn jemand einfach nicht SO ist? Warum muss der "schwächere" immer seine Position erkämpfen? Warum kann nicht der "stärkere" Rücksicht nehmen? Oder muss das in einem (Sozial-) Darwinistischen System so sein? Bisl anstrengend sind diese albernen Machtkämpfe auf Dauer schon. Ich war (leider) nie ein Kämpfer. Werde wohl auch keiner mehr werden.
Ich werde mich zu diesem Thema noch äussern.
Gestern haben wir also Abschied gefeiert. Klingt besser als es war. Wir haben ein paar Bier getrunken, alte Geschichten aufgewärmt. Nach Mitternacht dann mal wieder eine Expedition in die Kneipenwelt der kleinen Stadt. Es gibt hier eigentlich keine Läden, in die man wirklich gehen kann. Aber was macht man nicht alles mit dem richtigen Pegel. Die Nacht war wie immer, sinnfreie Thekengespräche über Gott und die Welt. Habe mich dann irgendwann abgeseilt und bin Heim, habe den Kühlschrank geplündert und damit war die Nacht auch erledigt.
Ich freue mich, dass es mir heute nicht schlecht geht, keinen Schädel oder ähnliche Trunkenheitsfolgen. Tja, jetzt geniesse ich den freien Sonntag.
Eigentlich wollte ich en detail schildern, wie die Gespräche waren aber leider kann man sowas nur schwer wiedergeben aber jeder, der schonmal in solchen Runden gezecht hat, wird diese Art von Gesprächen kennen. Ich überlege aber, ob ich mir nicht ein Diktiergerät kaufe um solche Momente festzuhalten.
Akueller Status: betrunken.
Marc, ein Kollege, hatte seine letzte Schicht, das war der Anlass fürs Bier trinken.
ich würde gerne die Gedanken, die ich währendessen habe in irgendeiner Form notieren.
verdammt, dieses Rauschen im Kopf.....
....und warum soll (B)gut gegen Nordwind sein?!?
Es fällt mir zur Zeit etwas schwer, etwas zu erzählen. Die Dinge die passieren, muss ich selber erstmal sortieren, bevor ich sie in Worte fassen kann.
Habe gearbeitet, ein Abend, wie viele andere auch. Irgendwann am Abend kommt ein Obdachloser rein. Nicht einer von denen die man sofort als Assis, als Penner bezeichnen würde. Gross von Statur, Vollbart wie ein König und durchaus selbstbewusst in seinem Auftreten. Mit den letzten paar Cent kauft er ein Bier, drei Pfandflaschen, aus dem Müll gekramt, gibt er ab.
Nicht aus Mitleid, frage ich ihn, ob er evtl Verwendung für ein Brot hat. Komme mir dabei blöd vor, möchte nicht gönnerhaft wirken sondern seine Würde achten. Er nimmt das Angebot an. Freut sich sichtlich und bedankt sich.
Wir werfen das Brot Abends in den Müll. Die Tüte mit Brot war Müll. Er hat sich gefreut, über Müll. Und ich habe mich gut gefühlt. Es ist ein dreckiges Spiel.
Die vergangenen Tage waren irgendwie komisch. Wie in einer Blase bin ich gewesen, ohne gross nachzudenken. Keine Sorgen Die Sorgen verdrängt und einfach mal so getan als wäre alles ok. Es war klar, dass das kein Dauerzustand sein würde. Jetzt haben mal wieder Kopftage angefangen. Die alten, immergleichen Fragen schwirren im Kopf herum. Wer bin ich? Wo bin ich? Wo gehts hin? All diese blöden Fragen, auf die ich noch nie ne Antwort gefunden habe. Ich werde den Kopf noch ein wenig strapazieren. Ich bin sehr unzufrieden mit mir, ich verpenne die Tage, an Sport gar nicht zu denken, ich mache kaum etwas und kann mich zu nichts motivieren. Ich werde es mit Musik versuchen, irgendwas schnelles, habe mir übelste Thrash Metal Tracks runtergeladen, die könnten helfen.
Ich berichte....