Feiertagsblues
Weihnachten ist mehr oder weniger überstanden. Der zweite Weihnachtstag ist im Grunde schon einer zu viel. Eigentlich weiß man schon nichts mehr mit der Zeit anzufangen. Aber auch ganz ok, genießt man halt die Ruhe. Überhaupt war dieses Weihnachten für mich ganz ok, es war ruhig und unaufgeregt. Während meiner Schicht am heiligen Abend habe ich Leute gesehen, die, will man mich als armes Schwein bezeichnen, noch viel ärmere arme Schweine sind. Deren Festmahl aus Dosenbier und 3 BiFi-Roll bestand und die wahrscheinlich außer ein paar Saufkumpanen wirklich niemanden haben. Vielleicht bin ich daher zufrieden mit "meinen" Feiertagen. Wahrscheinlich krankt Weihnachten auch an völlig überzogenen Erwartungen, alles muss noch perfekter, noch größer, noch romantischer sein. Es muss einen ganz besonderen Weihnachtsmoment geben, ein besonders tolles Geschenk, ein romantischer Kuss oder ne romantische Liebes-SMS. Das kann ein Weihnachtsmann und kein Christkind schaffen und dann guckt man traurig in die Runde, nichts besonderes passiert, das Handy ist Stumm geblieben... . Ich bin gerade bzw dieses Weihnachten dabei, mich von solchen Erwartungen zu befreien. Weihnachten war ok, die Neffen waren da und haben sich über die Geschenke gefreut aber ansonsten war alles sonderbar still. Als ich diese Stille bemerkt habe, da habe ich mich gefreut, Ruhe gefunden. Weihnachten ist, was man draus macht.
Heute wollte ich mich mit ner Freundin treffen, hatte aber keine richtige Lust (weil morgen früh wieder arbeiten), und nun ist sie krank und hat abgesagt. Also habe ich mir die Haare gefärbt, ausgiebig geduscht und räume gleich meine Wäsche weg. :-)
Und gucke fernsehen.
ich gammel jetzt noch ne runde und werde dann ein bisl aufräumen und heut abend ist ja wieder tanke angesagt.
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