Guck einer an
Jetzt ist Winter, ich glaubs ja kaum aber grad guck ich zum Fenster raus und es liegt Schnee! Bestimmt... also sicher drei cm! Und es schneit unaufhörlich weiter. Morgen kann man vielleicht nen Schneemann bauen oder ne Schneeballschlacht starten oder gar einen romantischen Spaziergang durch die winterliche Landschaft mit der imaginären Freundin machen. Hach, was is dat allet schöööön.
Geplänkel
Ich habe mich gestern, entgegen meiner üblichen "Schlechte-Laune-Gegenmaßnahme" doch nicht betrunken, vielleicht werde ich ja doch noch vernünftig oder aber langweiliger, je nach Definition. Zumindest hatte ich so genügend Energie um den Gestern verbockten Mist am Auto wieder zu beheben. Der Tankstellenabend war auch ganz ok. Drüben im Jugendzentrum war ein BikePolo-Turnier, damit verbunden jede Menge fremde Kunden. Und immer wieder stelle ich fest, dass wenn Leute über ein angenehmes Erscheinungsbild verfügen, optisch wie auch von den Umgangsformen, kommen sie zu allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht von hier. So war ich also ganz zufrieden mit dem Verlauf. Ein Bekannter reagierte wie hier allgemein auf Leute reagiert wird, die irgendwie "anders" sind mit: "Was sindn das für Idioten?!" Dabei wusste er nicht mal was Polo, geschweige denn BikePolo ist. Ok, ist vielleicht auch nicht Allgemeinbildung aber warum muss man das dann gleich abfällig kommentieren? Willkommen im Kacknest. Im Zuge dessen habe ich mir mal wieder Gedanken über Großstadt vs. Kleinstadt vs. Dorf gemacht. Eine Großstadt hat evtl den Vorteil, dass man mehr Möglichkeiten der Entfaltung und (Freizeit-) Gestaltung hat, zudem kann man schön in der Anonymität abtauchen und hat seine Ruhe. Dorf wäre mir aber auch recht, komme ja aus einem. Dort hat man Gemeinschaft. Kleinstadt, wie das Kacknest hier, ist nicht Fisch, nicht Fleisch. Die Leute glauben eine Großstädter-Attidüde an den Tag legen zu können, verfügen aber nur über den eingeschränkten Intellekt eines Höhlenbewohners, das passt nicht zusammen. Sei es drum, ich habe mir meine Nische gesucht und bis auf weiteres gefunden.
Jetzt werd ich noch etwas Klar-Schiff machen und dann gemütlich Football gucken, denke, das isn Plan. Nach mir die Sintflut, ich hab Seepferdchen.
Gucken. Gut
Station Agent
Tragikomödie um drei Leben neben der Spur.
Indieperle: unaufdringlich eindringlich
Als sein Chef stirbt, verliert der mürrische 1,35-Meter-Mann Fin (Peter Dinklage, "Sterben für Anfänger") seinen Job im Modelleisenbahnladen. Dafür erbt er das Haus eines Bahnwärters. Fin zieht sofort in die einsame Hütte - der Ruhe wegen. Doch dann sucht Imbissverkäufer Joe (Bobby Cannavale) Anschluss, und bald auch Malerin Olivia (Patricia Clarkson), deren Leben heftig entgleist ist...
Schauspieler Thomas McCarthy, späterer Co-Autor von Pixars "Oben", gelang ein Regiedebüt voll subtilem Witz - zu Recht vielfach prämiert.
> 03.15 | 83/85 Min.
O: The Station Agent, USA 2003; R: Thomas McCarthy D: Peter Dinklage (Finbar McBride); Patricia Clarkson (Olivia Harris); Bobby Cannavale (Joe Oramas); Paul Benjamin (Henry Styles); Richard Kind (Louis Tiboni); Josh Pais (Carl); Raven Goodwin (Cleo); Marla Sucharetza (Janice); Michelle Williams (Emily); Jayce Bartok (Chris); John Slattery (David); Paula Garcés (Cashier); Joe Lo Truglio (Danny)
OOOHHHMMMMMMM
Heute hat einfach nichts geklappt. Zu lange schlecht geschlafen, Sodbrennen und Magenkrise, am Auto neue Teile wieder abgebaut, nen Metallspan in die Fingerkuppe gezogen, das linke Knie böse angehauen, bei Ebay Geld in den Sand gesetzt, jetzt noch in die Tanke. Aber ich werde niemandem körperliche Gewalt antun, keinen verbal Beleidigen. Ich bin ruhig und entspannt, alles ist gut, alles fließt. Ich bin ein Baum, meine Arme sind Äste, die sich im Wind wiegen. Ich werde brav meine Schicht abreißen. Vielleicht betrinke ich mich danach. Morgen ist ein neuer, wunderbarer Tag, die Karten neu gemischt, es geht von Null los, neues Spiel... .
Oder ich reiße jemandem den Kopf ab und trink sein Blut, mal gucken.